Synology DS420j – 4Bay NAS Server für Einsteiger

Zum Jahresanfang haut Synology wieder ein neues Modell nach dem Anderen raus. So wird nun auch der 4 Bay NAS Server für Einsteiger mit der aktuellen DS420j abgelöst. Zum Vorgängermodell, den DS418j, hat sich so einiges verbessert. Wir haben uns die Unterschiede genauer angeschaut und erklären, für wen sich das Upgrade lohnt.

DS420j

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64Bit Quad Core CPU in der DS420j

Synology NAS Systeme wurden in der Vergangenheit oft für eine zu geringe CPU Leistung kritisiert. Das alte Modell musste noch mit einem Dual Core 1,4 GHz Prozessor auskommen. Dieser wurde nun auf einen aktuellen Realtek Quad Core CPU ersetzt. Die Taktfrequenz bleibt zwar weiterhin bei 1,4 GHz, die Geschwindigkeit erhöht sich durch die modernere Prozessorarchitektur und die doppelte Anzahl an CPU Kernen, ganz gehörig.

Auch die maximale Speicherkapazität hat Synology bei der DS420j nochmals kräftig erhöht. Statt bisher 40TB, werden nun bis zu 64TB Speicherplatz unterstützt. Das bedeutet, dass an hier vier 16TB Festplatten einsetzen kann. Das maximale, was zur Zeit möglich ist.

Gesunken ist hingegen der Stromverbrauch. Hier sind die neuen Komponenten einfach nochmals effizienter geworden.

Die Lesegeschwindigkeit ist auch bei der DS420j gleich geblieben. Die Schreibgeschwindigkeit konnte Synology aber um fast 30 Prozent erhöhen. Gerade beim Bewegen großer Datenmengen ist das schon eine riesige Zeitersparnis.

DiskStation 420j

Wieder kein 10 GBit Netzwerkanschluss

Auf der Vorderseite der DS420j finden man leider keine Anschlüsse. USB Geräte lassen sich ausschließlich auf der Rückseite anschließen. Dafür stehen zwei USB 3.0 Anschlüsse zur Verfügung.

Um den NAS Server ins Netzwerk einzubinden steht ein 1 GBit LAN Anschluss zur Verfügung. Einen zweiten LAN Port oder gar ein 10 GBit Anschluss gibt es leider nicht. Das ist zwar schade, aber bei der Positionierung der DS420j als Einsteigermodell auch irgendwo verständlich. Es wird wohl nur wenige Anwender geben, die viel Geld in ein 10 GBit Netzwerk investieren und dann einen relativ günstigen NAS Server nutzen.

Die Software macht den Unterschied

Wo die Synology DS420j eindeutig punkten kann, ist die sehr gute und ausgereifte Software. Für fast jeden Einsatzzweck gibt es passende Apps. Das DSM Betriebssystem ist sehr leistungsstark und trotzdem unkompliziert zu bedienen.

Fotoverwaltung mit der DS420j

Synologys Moments App kann zum Beispiel eure komplette Fotoverwaltung ersetzen. Die App läuft direkt auf eurem Server und sortiert gespeicherte Fotos automatisch nach Datum und Standort.

Eine automatische Gesichtserkennung läuft lokal auf eurem Gerät. Das ist ein wichtiger Unterschied zu Googles oder Apples Lösung, wo eure Fotos dazu immer erst auf fremde Server geladen werden.

Natürlich könnt ihr auch manuell neue Alben anlegen, um so euer Fotoarchiv zu sortieren. Diese Alben lassen sich auch für Freunde freigeben. Dazu erhaltet ihr einen Link, den ihr dann beliebig verteilen könnt.

Moments lässt sich zwar komplett im Browser eurer Wahl bedienen, trotzdem stellt Synology auch eigene Apps für Windows, macOS, iOS und Android zur verfügung. Darüber lassen sich Fotos zum Beispiel automatisch synchronisieren.

NAS 420j

Filme streamen mit DSvideo auf der DS420j

Bei einer Kapazität von 64TB will man wahrscheinlich auch ein paar Videos und Filme speichern. Um diese besser zu verwalten und auch im Netzwerk zu verteilen, gibt es die DSvideo App.Damit könnt Ihr Videos auf alle möglichen Endgeräte streamen.

Unterstützt werden dabei wieder alle möglichen Windows und macOS Systeme sowie iOS und Android Geräte. Dazu zählen übrigens auch Apple TV und Android TV. Bei modernen Samsung Fernsehgeräten hat man die Möglichkeit die passende App auf den TV zu laden.

Das Ganze funktioniert übrigens auch mit Musik. Dafür gibt es die App DSaudio, welche man auf der DiskStation 420j installiert.

Eigene Cloud zu Hause

Am häufigsten wird ein Synoloy Server aber sicherlich zur Datenspeicherung genutzt. Hierfür kann man die DS420j natürlich per AFP, SMP oder FTP in das heimische Netzwerk einbinden. Noch komfortabler geht es allerdings mit Synology Drive.

Diese App installiert man auf der DiskStation und allen Endgeräten, die man damit nutzen möchte. Im Prinzip hat man damit seine eigene Cloud. Der Unterschied zu Dropbox, Magenta Cloud oder OneDrive besteht dann quasi nur darin, dass all eure Daten auf eurem eigenen Server liegen.

Von überall aus Zugriff, dank QuickConnect

Für absolute NAS Anfänger mag das alles kompliziert klingen. Synology führt den Nutzer aber bei allen wichtigen Einstellungen durch einen schrittweisen Einrichtungsprozess.

Somit ist es zum Beispiel auch ganz leicht seinen eigenen QuickConnect Account einzurichten. Damit kann man auch von unterwegs auch immer auf die eigenen Daten zu Hause zugreifen. Das Limit ist hier nur die eigene Internetleitung.

Natürlich kann man trotzdem auch einen DynDNS Dienst einrichten und und ganz individuell über die eigene Domain auf den NAS Server zugreifen. Die Variante per QuickConnect stellt aber eine sehr gute und und einfache Möglichkeit für Einsteiger dar.

Beim Design alles beim Alten

Bei der CPU Geschwindigkeit hat Synology zwar eine ganze Schippe draufgelegt, dafür sind andere Dinge leider unverändert geblieben.

So fällt zum Beispiel gleich auf dem ersten Blick das altbackene Design auf. Dies hat sich zum Vorgängermodell leider nicht geändert. Das Design sorgt auch dafür, dass der Festplatteneinbau leider nicht ganz so leicht geht wie bei einer DS718+oder DS918+.

Auch der Arbeitsspeicher von 1 GB wurde leider wieder nicht erhöht. Auch wenn es sich bei der DS420j um ein Einsteigermodell handelt, wären 2 GB doch wünschenswert gewesen. Hier sollte man später selber noch aufrüsten, wenn man an die Leistungsgrenzen kommt.

Synology 420j

Unser Fazit zur DS420j

Die Synology DiskStation ist eine gute Weiterentwicklung des Vorgängermodells. Für den Normalanwender sollten sich die sehr viel höhere Schreibgeschwindigkeit und der bessere Prozessor bemerkbar machen. Das Fehlen eines zweiten LAN Anschlusses ist zwar ärgerlich, aber für den Privatanwender sicherlich kein Grund die DS420j nicht zu kaufen.

Insgesamt ist die Synology DiskStation 420j ein solider NAS Server für Einsteiger. Profis sollten hingegen eher zu einer DS918+ greifen.

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